Portfolio Klimaschutzprojekte
Nachstehend eine kleine Auswahl aus dem Portfolio Klimaschutzprojekte – Kleinmengenbereich:
Wasserkraft
Bei dem Klimaschutzprojekt Poza Verde handelt es sich um ein kleines Wasserkraftwerk in der Gemeinde von Pueblo Nuevo Viñas, im Department Santa Rosa in Guatemala.
Ziel des Poza Verde Hydroelectric Projektes ist es, Guatemala mit sauberer und verlässlicher, regenerativer Energie zu versorgen. Das Wasserkraftwerk hat in der ersten Projektphase eine Kapazität von 8.2 MW, die in weiteren Phasen erhöht wird.
Betreiber ist Papeles Elaborados S.A. Das Projekt reduziert CO2-Emissionen durch Verdrängen der Nachfrage nach Elektrizität aus fossilen Brennstoffen aus dem nationalen Stromnetz, das bisher stark von schwerem Heizöl, Kohle und Diesel abhängig ist.
Weitere positive Auswirkungen des Klimaschutzprojektes
- Schaffung von 400 Arbeitsstellen während des Baus, 30 dauerhaften Stellen und die technische Schulung von 20 Mitarbeitern
- Verstärkte Energiesicherheit des Stromnetzes von Guatemala und verminderte Abhängigkeit von Importen
- Erweiterung des Energiezugangs auf ländlichem Gebiet durch die Bereitstellung von Strom für ungefähr 5000 Menschen
- Wiederaufforstung der Ufer, die den Aguacapa River umgeben; dadurch erfolgt eine Abnahme der Erosion und eine zusätzliche Bindung von Kohlenstoff
Kompostierung
Dieses Klimaschutzprojekt umfasst eine Kompostierungsanlage nahe Kapstadt in Südafrika, die von der südafrikanischen Firma Reliance Compost (Pty) Ltd. Betrieben wird.
Die Kompostierungsanlage nimmt biologisch abbaubare Abfälle aus Garten- und Parkanlagen von Kapstadt auf. Durch den kontrollierten aeroben Prozess der Kompostierung wird die Entstehung des Treibhausgases Methan bei der Zersetzung der Abfälle vermieden. Es ergeben sich jährliche Emissionseinsparungen in Höhe von 60.000 Tonnen CO2e, außerdem entsteht kontrollierter mikrobiologischer Kompost (CMC). Ursprünglich hätte die bereits bestehende Kompostierungsanlage geschlossen werden müssen.
Dank dieses Projekts über ein Joint Venture mit der holländischen Soil and More International kann sie weiterhin betrieben werden. Zusätzlich wird eine neue, größere Anlage gebaut und betrieben werden.
Weitere positive Auswirkungen des Klimaschutzprojektes
- Wesentliche Verbesserung der Wasseraufnahmefähigkeit und Qualität der Böden in der Region um Kapstadt
- Erhöhung der Widerstandsfähigkeit der Nutzpflanzen durch die Düngung mit dem mikrobiologischen Kompost
- Verminderung des Bedarfs an chemischen Pestiziden
- Verbesserung der ökonomischen Situation der Landwirte, da weniger Geld für chemische Dünge- und Pflanzenschutzmittel aufgebracht werden muss
- Schaffung von etwa 55 zusätzlichen Arbeitsplätzen in den nächsten fünf Jahren sowie weiterer Arbeitsplätze für den Bau und Betrieb der geplanten zusätzlichen Kompostierungsanlage.
Windenergie
Dieses Klimaschutzprojekt umfasst einen Windpark in der Provinz Çanakkale im Nordwesten der Türkei.
Der Windpark Alize Çamseki besteht aus 11 Enercon E82 bzw. E48 Turbinen mit einer Gesamtkapazität von 20,8 MW, installiert und betrieben wird er von Demirer Enerji Üretim Sanayi ve Ticaret A.g. Pro Jahr werden etwa 81.800 MWh erzeugt, die in das nationale Stromnetz eingespeist werden. Hierbei wird Elektrizität ersetzt, welche sonst u.a. durch die Verbrennung fossiler Energieträgern gewonnen wird. Es ergeben sich Emissionseinsparungen von durchschnittlich 51.955 Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr. Die Projektlaufzeit beträgt 21 Jahre. Da die operative Laufzeit dieses Windparks jedoch 30 Jahre beträgt, werden über die Projektlaufzeit hinaus Treibhausgasemissionen vermieden.
Weitere positive Auswirkungen des Klimaschutzprojektes
- Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern
- Reduzierung von Stromimporten der Türkei
- Diversifizierung und Sicherstellung der nationalen Energieerzeugung
- Es kommt zu einer Verminderung von Umweltgiften wie Sulfurdioxid, Stickoxiden sowie Staubpartikeln, die bei der Stromgewinnung aus fossilen Energieträgern in der Türkei entstehen
- Schaffung von Arbeitsplätzen für die lokale Bevölkerung während Bau und Betrieb der Anlage
- Unterstützung der lokalen Wirtschaft durch verstärkte Nachfrage von Services und Material wie Kabel, Masten etc.
- Technologie- und Know-How Transfer
Biomasse
Die Jutemühle, Howrah Mills, ist Standort des Projektes und befindet sich in Shibpur, Howrah, unweit der Metropole Kalkutta in Westbengalen, Indien.
Betreiber ist die M/s Howrah Mills Company Ltd. Das Projekt war zu Planungsbeginn das erste seiner Art in Indien. Statt Kohle benutzt man die aus Jutereststoffen gewonnene Biomasse als Brennstoff. Jute ist ein günstiger Faserstoff, in Nordamerika auch als Sackleinen bekannt. Es eignet sich zur Wasserdampferzeugung.
Da Wasserdampf in Jutemühlen bei etlichen Prozessen benötigt wird, entschloss sich der Projektentwickler, die lokal verfügbare Biomasse zu nutzen und Treibhausgase zu reduzieren. Er installierte eine neue Verbrennungsanlage, welche die beiden alten, ineffizienten und zudem kohlebefeuerten Betriebskessel ersetzen sollte.
Die Anlage wird mit dem anfallenden Juteabfallgewebe befeuert, das zuvor auf Deponien landete – es handelt sich dabei um eine Pressmasse aus Asche, Staub und Jutefasern, hervorragend geeignet zur Wasserdampferzeugung. Es ergibt sich eine jährliche Einsparung von ca. 5.100t CO2 Äquivalenten.
Weitere positive Auswirkungen des Klimaschutzprojektes
- Reduktion der Verschmutzung von Luft und Wasser durch Substitution von Kohle
- Lösung für Flugasche- und Juteabfallproblem der Region
- Verminderung des Gesundheitsrisikos für Angestellte
- Beitrag zum Beweis der Effizienz dieser neuen Technologie
- Schutz natürlicher Ressourcen durch ihre effizientere Nutzung
Gasaufbereitung
Das Gasaufbereitungsprojekt befindet sich im Kaji-Semoga Ölfeld in der Region Süd-Sumatra, welche zu Indonesien gehört. Die Hauptstadt Süd-Sumatras, Palembangh, liegt in etwa 80 km östlicher Entfernung.
Der Betreiber PT Medco E&P Indonesia (MEPI) fängt das bei der Erdölförderung austretende Gas auf, statt es, wie bislang üblich, abzufackeln. Es wird anschließend u.a. zu Trockengas sowie Flüssiggas aufbereitet, somit zu einer nutzbaren Energiequelle umgewandelt. Beim konventionell stattfindenden Abfackeln des Gases werden Treibhausgasemissionen, insbesondere von Methan und Kohlenstoffdioxid freigesetzt. Durch das Projekt werden diese Emissionen vermieden, die einer durchschnittlichen Menge von 86.022 t CO2 Äquivalente pro Jahr entsprechen.
Die lokale Luftqualität wird verbessert und der Region steht darüber hinaus eine sauberere und kostengünstigere Kraftstoffquelle zur Verfügung, die zur Deckung des wachsenden Energiebedarfs der Region beiträgt. Somit kann auch die Abhängigkeit des Landes von Ölimporten abgemildert werden.
Weitere positive Auswirkungen des Klimaschutzprojektes
- Nachhaltige Verbesserung der Stabilität der Ölindustrie durch die Aufbereitung des Erdölgases
- Diversifizierung der Energiequellen und Erhöhung der Energiesicherheit bei sinkender Erdölförderung im Land
- Schaffung von Arbeitsplätzen während Aufbau und Betrieb des Projektes für die Bevölkerung in der Region
- Lokale Interessengruppen profitieren von nachhaltigen partnerschaftlichen Beziehungen zwischen externen Experten und lokalen Projektteilnehmern
- Das Projekt hat keinerlei negativen Auswirkungen auf die Biodiversität oder ökologisch oder kulturell wichtige Orte in der Region
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